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Montag, 23. September 2013, 14:16

Wie bringe ich meinem Pferd Travers bei?

Stell dir das so vor:

Du kannst ein gutes Schulterherein? Dann weißt du, wie das Pferd gestellt und gebogen ist. Die Vorhand zeigt in die Bahn und kreuzt, während die Hinterhand auf dem Hufschlag bleibt und geradeausgeht.

Wenn du dir das aufmalst, siehst du, wie dein Pferd gebogen ist. Jetzt nimmst du in Gedanken das Pferd und drehst es mit dem Kopf etwas zur Bande: Nun ist die Vorhand auf dem Hufschlag, die Hinterhand zeigt in die Bahn. Die Beine auf dem Hufschlag gehen geradeaus, die Hinterhand kreuzt. Damit hast du Travers.

Und so ist es recht einfach zu reiten (rechte Hand): Du reitest tief in die Ecke hinein. Das Pferd ist gut in die Ecke hinein gebogen. Noch in der Ecke nimmst du das äußere Bein etwas zurück und treibst leicht. Das sollte die Hinterhand in die Bahn hinein verschieben. Du sitzt nach rechts in Bewegungsrichtung. Beide Hände gehen etwas nach außen zur Bande, der Kopf des Pferde guckt geradeaus auf dem Hufschlag.

Weil du dein Gewicht nach rechts verlagerst, sollte dein Pony unter den Schwerpunkt treten, dir also folgen.



Beim Schenkelweichen sitzt du ja andersherum und schiebst das Pferd in die gewünschte richtung.

Gebe dich mit drei vier gestotterten Schritten zufrieden. Das bessert sich von alleine.

Der innere Zügel passt auf, dass das Pferd gestellt bleibt und in Bewegungsrichtung guckt, der äußere Zügel verhindert, dass das Pferd in die Bahn hineindriftet.

Eine gute Vorübung: 2. Hufschlag an der Bande anhalten. Ein Bein zurücknehmen und die Hinterhand ein, zwei Tritte nach rechts oder links machen lassen - ohne dass das Pferd antritt.

Travers ist eigentlich viel leichter zu reiten als Schulterherein, weil die Bande als Begrenzung dient. Mir ist immer unverständlich, warum Travers so spät gelehrt wird.

Um dir einmal das Gefühl zu geben, wie es sich beim Reiten anfühlt, das Travers, könnte ein Helfer dein Pferd mal an die Hand nehmen, während du reitest, und das Pferd entsprechend seitwärts treten lassen. Wichtig ist, dass du in Bewegungsrichtung sitzt, in meinem Beispiel also nach rechts, und dass du anfangs die Hinterhand nur wenig hereinnimmst und wenige Tritte verlangst.

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