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Dienstag, 4. Juni 2013, 23:54

Mein Pferd will nicht von der Herde weg und schreit

Was tun, wenn dein Wallach nicht von der Herde weg will und schreit?

Denke einmal wie ein Pferd! Es schreit, weil es zurück zur Herde will. Das hast du ja schon erkannt. Was dich nervt, ist seine Unkonzentriertheit und sein Geschreie. Würde mich auch nerven.

An zwei Ansätze würde ich dabei denken:
  • Es muss bei dir soooooo toll sein, viel schöner als bei der Herde.
  • Mache ihm Sachen, die er sich angewöhnt hat, unangenehm.
Das heißt: Wenn du ihn von der Weide in die Halle bringst und er schreit, lass ihn arbeiten: Sofort auf den Zirkel schicken, seitwärts gehen - was auch immer ihr schon könnt. Hört er auf zu schreien, SOFORT Pause, loben, vielleicht ein Leckerli? Wenn du keine Halle hast, gehe auf ein umzäuntes Grundstück. Einen Paddock oder Reitplatz vielleicht.

Fängt er wieder an zu wiehern: Weiterarbeiten. Und zwar tüchtig. Bleibe dabei ruhig, aber bestimmt. Und ganz besonders: Niemals ausrasten, fühle dich nicht emotional von deinem Pferd angegriffen.

Bald wird dein Pferd lernen: Hmm, wenn ich schreie, muss ich arbeiten, wenn ich ruhig bin, darf ich Pause machen und fressen. Dein Pferd wird sich bald für den leichteren Weg entscheiden... Das mit dem Fressen kannst du weglassen, wenn dein Pferd das Prinzip begriffen hat.

Du kannst in die Halle einen Eimer mit Futter stellen (Möhrenstückchen oder Apfelschnitzel, damit er nicht so dick wird). Und dann bringst du ihn in die Halle sofort zum Eimer. Einen Haps essen lassen und weggehen, etwas arbeiten, wieder zum Eimer. Es muss für ihn total viel Spaß machen in der Halle.

Es macht nichts, wenn du anfangs dabei nicht so viel "richtige" Arbeit machst. Du musst ihn geistig so beschäftigen, dass er gar keine Zeit hat, nach den Kumpels zu rufen.

Mit ihm draußen spazieren gehen würde ich anfangs nicht. Das kann gefährlich werden, wenn du den Zausel nicht halten kannst.

Was immer du tust: Werde niemals böse, bleibe gelassen, auch wenn du dich durchsetzen musst. Ist dein Pferdchen lieb, dann stehe ganz entspannt, setze dich vielleicht sogar auf den Boden, um ihm zu zeigen, dass von dir keine Gefahr ausgeht.

Und mit Arbeit meine ich nicht scheuchen. Das bringt ihn nur noch mehr in Fahrt. Auch nicht longieren. Aber du könntest sofort mit ihm laufen (traben), ihn vehement rückwärts schicken, kleine und große Bögen gehen - alles in sehr flottem Tempo. Ihr bewegt euch zu zweit. Laufe neben ihm, baue die vorher vielleicht einen kleinen Parcours mit Stangen, Plane und anderen Hindernissen auf, die du dann umlaufen kannst.

Probiers mal aus, du wirst sehen, das hilft. Und zwischendurch halt immer wieder zum Futtereimer.

Könntest auch mehrere hinstellen, und dann läufst du von einem zum anderen Eimer. Du glaubst gar nicht, wie gern er dir bald nebenher läuft. Und irgendwann lässt du von den vielen Eimern welche leer. Ihr müsst also von Eimer zu Eimer laufen, um den "richtigen" mit Futter zu finden.

Verstehst du, was ich meine?

Wenn ich du wäre, würde ich ihn auch gar nicht lange von seinen Kumpels wegholen. Vielleicht nur 15 Minuten und die Zeit dann allmählich steigern...

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