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Donnerstag, 2. Mai 2013, 23:23

Die HSH-Methode – was ist das überhaupt?

HSH steht für Hand-Sattel-Hand und bedeutet, dass man dem Pferd die Lektionen erst am Boden beibringt, die es später unter dem Sattel gehen soll. Die Methode eignet sich hervorragend, um das junge, noch ungerittene Pferd schonend mit der Dressurarbeit vertraut zu machen, Muskeln zu bilden und Vertrauen zum Ausbilder aufzubauen. Normalerweise gibt es nach der Ausbildung am Boden keine Schwierigkeiten mehr mit dem Anreiten.

Für ältere Pferde ist diese Methode eine wunderbare Gelegenheit, ohne Reitergewicht die Lektionen, die es schon kann zu verbessern und neue hinzuzulernen. Entwickelt hat diese Methode Fritz Stahlecker, ein genialer Pferdemann, der seit fast 70 Jahren Pferde ausbildet. Mehr über ihn auf seiner Homepage: http://www.hsh-fritz-stahlecker.de/.



Schritt im Hinterhergehen mit Cera

Was macht diese Methode gegenüber anderen Ausbildungsmethoden so einzigartig?

Die Art, wie selbst “hohe” Dressurlektionen dem (jungen) Pferd nahegebracht werden. Es gibt keine Strafen mehr, allenfalls ein deutliches “Nein!”. Es wird viel, viel gelobt und oftmals das angenommen, was das Pferd von sich aus anbietet.

Ein Beispiel: Will das Pferd nicht geradeaus an der Bande entlang gehen, sondern driftet immer wieder zur Mitte herein, entwickele ich daraus entweder eine Volte oder bei älteren, vielleicht schon gerittenen Pferden, eine Kurzkehrtwendung. Ich achte darauf, dass diese Lektion gut ausgeführt wird – und lobe das Pferd – anstatt es für das Abdriften von der Bande zu schimpfen.



Beginn der Schrittpirouette mit Cera

Je länger man in dieser Ausbildungsmethode arbeitet, desto mehr fangen die Pferde an, mitzudenken. Sie wissen schon was kommt, und bieten die Lektionen von selbst an. Das motiviert sie ungemein, und sie sind mit Freude bei der Arbeit.

Auf den folgenden Seiten will ich ein bisschen über diese Arbeit schreiben – vielleicht kann ich den einen oder anderen von euch Lesern begeistern oder wenigstens etwas zum Nachdenken anregen…

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