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Samstag, 4. Mai 2013, 13:39

Der spanische Schritt sorgt für Abwechslung

Wenn ihr einmal etwas Abwechslung in den Umgang mit eurem Pferd haben wollt, dann bringt ihm doch den Spanischen Schritt bei. Es dauert gar nicht so lange (bei mir ging es innerhalb einer Woche, bis die Pferde das Kommando begriffen hatten) und macht den meisten Pferden viel Spaß. Außerdem ist es gut für etwas mehr Freiheit im Schulterbereich.

Mein Vorgehen (hat bei allen Pferden bislang nur vier Tage gedauert, bis sie es kapiert hatten):

  1. Ich stehe vor oder neben dem Pferd und ticke ein Vorderbein sanft so lange mit der Gerte an, bis es das Bein ein wenig anhebt. Dann greife ich sofort mit beiden Händen zu und ziehe das Bein sanft ganz weit nach vorne und oben, halte es für ganz kurze Zeit und setze es sanft wieder ab. Ich lobe mit der Stimme.



  1. Das wiederhole ich einige Male, immer nur dasselbe Bein. Am ersten Tag ist danach Schluss.

  2. Am Folgetag beginne ich ebenso. Dann stelle ich mich gleich NEBEN das Pferd und ticke mit der Gerte an. Wenn das Bein angehoben wird, nehme ich es wieder in die Hand, gehe rasch nach vorne und ziehe es wie oben weit nach vorne raus. Absetzen, loben!

  3. Wenn das Anticken von der Seite ein Anheben des Beines verursacht, komme ich bereits zum Vorwärts gehen. Ich beginne mit normalem geführten Schritt an der langen Seite, ich gehe an der Schulter des Pferdes.

  4. In dem Moment, wo das innere Vorderbein abfußen will, ticke ich es mit der Gerte an. Das Pferd wird das Bein daraufhin ein klein wenig höher heben. Ich lobe sofort.



  1. Es dauert nur wenige Wiederholungen, bis das Pferd begriffen hat, was es tun soll. Anfangs wird es so sein, dass das Pferd seinen Schritt unterbricht, um vorne das Bein anzuheben. Es lässt die Hinterbeine "stehen" und sieht aus, als ob es die Hosen voll hätte... Das macht nichts. Ich animiere das Pferd mit Stimmkommando, weiterzugehen.

  2. Nicht jeder Schritt wird ein Spanischer Schritt. Das ist in Ordnung. Wenn das Kommando gesichert ist und das Pferd sich Mühe gibt, höre ich auf, das Bein anzuticken. Dann halte ich die Gerte nur noch vor den Kopf und wedele damit auf und ab im Tempo des Schrittes. Wenn gar kein Spanischer Schritt kommt, ticke ich einmal auf die Brust.



  1. Um das äußere Bein habe ich mich bisher gar nicht gekümmert. Das braucht man auch nicht, weil es nach ein paar Tagen automatisch im Takt mit hoch genommen wird.

  2. Als erstes Zeichen für den Spanischen Schritt halte ich den Führstrick mit der rechten Hand fast bis zum Genick des Pferdes (aber nicht daran ziehen!). Das mache ich deshalb, weil ich den Spanischen Schritt so auch gut aus dem Sattel abrufen kann, wenn er am Boden klappt.

  3. Und jetzt heißt es nur noch: üben. Ich verlange nur zwei bis drei Tritte an der langen Seite, gehe dann 10-20 Meter "normal" geradeaus und wiederhole die Übung. Nach 5-10 Minuten ist Schluss.

  4. Natürlich übe ich den Spanischen Schritt nach den ersten Tagen auf beiden Händen.

  5. Wenn ich den Spanischen Schritt im Sattel haben will, hilft mir anfangs das Anticken mit der Gerte am Vorderbein. Gleichzeitig treibe ich betont wechselseitig mit den Schenkeln und strecke das Bein, wo das Pferdebein hoch kommt, extrem weit weg. Die Hände bleiben in Zügelposition. Auch beim Reiten wird das Pferd anfangs stehen bleiben wollen. Aber das gibt sich nach ein paar Tagen.


Die extreme Hilfengebung mit den Beinen und vor allem das Zeigen mit der Gerte fällt dann auch weg.

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