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Dienstag, 21. Mai 2013, 20:18

Mein Pferd reagiert nicht auf feine Hilfen

Problem: Das Pferd entzieht sich der Hilfen. Es reißt den Kopf hoch, hält nur durch kräftigen Zügelzug an, ist stumpf auf Schenkelhilfen, kann nicht ruhig traben oder galoppieren.

Mein Vorschlag:

Reite dein Pferd eine Weile am hingegebenen Zügel. Aber niemals geradeaus, sondern in großen Bögen, Schlangenlinien, Zirkeln, sehr großen Volten usw. Dabei lenkst du ihn nur mit dem Körper - und nur, wenn du unbedingt musst, zupfst du ein wenig am Zügel, um die Richtung vorzugeben. Gib sofort wieder nach, wenn er die Richtung eingeschlagen hat.

Das alles passiert im Schritt. Denke dir viele unterschiedliche Formen aus und wiederhole sie, bis du dein Pferd so ganz frei lenken kannst. Reite über Bodenstangen, durch Hindernisse hindurch oder über sie drüber - immer am langen Zügel.

Das Anhalten übst du immer an der gleichen Stelle. Du atmest hörbar laut aus und lässt alle Energie aus deinem Körper. Es dauert vielleicht ein paar Meter, bis dein Pferd langsamer wird und anhält. Wenn nicht, nimm die Zügel zu Hilfe. Sofort loslassen, wenn er reagiert hat. Denke daran: Immer an derselben Stelle!

Nach 1-2 Tagen wird dein Pony die Stelle kennen, wo angehalten wird. Gib ihm dort eine lange Pause, vielleicht sogar eine Möhrenscheibe. Du wirst sehen, dass du dann künftig an dieser Stelle immer super halten kannst - aus jeder Gangart. Das ist euer Notstop.

Da dein Pferd mit diesem Notstop (immer mit Ausatmen!) nun auch dein Kommando zum Halten kennen lernt, wird es nach kurzer Zeit (ein paar Tage) auch woanders auf dein Ausatmen reagieren. Aber sei beharrlich, trainiere immer nach dieser Methode. Nicht mal so, mal wie gehabt.

Dein Pferd wird es so nicht kennen, und du auch nicht. Das gibt euch Zeit für einen Neuanfang. Wenn du dein Pferd im Schritt am langen Zügel steuern kannst,(aber erst dann!!) kommen einige Trabtritte dazu. Wieder mit Ausatmen am langen Zügel bremsen. Bald wird dir ein ganzer Zirkel im Trab am langen Zügel gelingen, und du wirst am "Notstop" anhalten können.

Wichtig: Wird dein Pferd im Trab eilig - sofort zurück in den Schritt - und wieder traben. Dem Pferd wird es bald zu doof, eilig zu werden, wenn er denn doch gleich wieder anhalten muss. Wichtig: Schon den ersten zu schnellen Trabtritt musst du erkennen und korrigieren.

Mache alle Übungen mit einem freundlichen Gesicht. Vielleicht kannst du sogar lächeln! Das überträgt sich auf dein Pferd. Hört sich komisch an, aber es funktioniert!

Wenn du diese Reitweise für ein paar Wochen beherzigst, gibt das folgende Vorteile: Du schließt mit deinem Pony Frieden. Das Pony wird es dir auch danken, denn es gibt keine Strafe mehr. Das Korrigieren in den Schritt, wird es nicht als Strafe empfinden. Du bist immer freundlich und lernst obendrein, zügelunabhängig zu reiten. Das hat doch was, oder? Und dein Pferd verliert seine Sturheit im Maul.

Erst wenn du dein Pferd wirklich super so im Griff hast (und verzweifele nicht, wenn es anfangs länger dauert oder nicht gleich klappen will), kannst du anfangen, die Zügel allmählich wieder kürzer zu nehmen. Zentimeter für Zentimeter. Und bald hast du ein super weiches Pony an der Hand, das du allein mit deinem Sitz steuern kannst...

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