Achtung, Vermummungsgefahr!

Heute ganz früh war es noch einigermaßen kühl. Aber ab mittag wurde es immer heißer. Nicht so heiß, wie wir es schon hatten, dafür mit unendlich vielen Fliegen und Mücken. Die Pferde sind den Biestern fast hilflos ausgeliefert. Donovan und Anton traben manchmal über den Paddock, um die Fliegen loszuwerden, Anton steht fast nur in der Box im Schatten.

Dango ist genauso übel dran. Donovan und Dango scheuern sich wie die Blöden. Dango hat schon gar keine Mähne mehr – bei Donovan ist die Schweifrübe fast kahl. Ich habe von meinem Tierarzt eine selbst angerührte Salbe bekommen, die ich auftragen soll. Aber: Sie hilft nur, wenn die Tiere zusätzlich vor den Insekten geschützt werden – mit Fliegendecken, sagt der Tierarzt.

Eigentlich wollte ich mit sowas ja nicht anfangen. Mir bleibt scheinbar keine Wahl, wenn ich überhaupt noch was an Langhaaren retten will. Der August, der sonst ja der übelste Insektenmonat ist, kommt ja erst…

Also bin ich zu Reitsport-Ahrens (www.reitsport-ahrens.de) gefahren und habe zwei Rambo-Fliegendecken gekauft. Damit sehen die Pferde aus, als kämen sie aus einem anderen Jahrhundert!

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Donovan (oben) und Dango (unten) in ihrer neuen Aufmachung

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Es ist übrigens gar nicht so leicht, die Decken anzuziehen, weil das Halsteil festgenäht ist und man bei der Größe (zumindest bei Dango) erst gar nicht weiß, wo vorn und hinten ist! Das Halsteil reicht bis zu den Ohren. Erstaunlicherweise hat Donovan überhaupt keinen Mucks von sich gegeben, als ich im das “Zelt” übergestülpt habe. Auch die Ohren konnte ich durch die Löcher puhlen.

Weil die Decken zusätzlich mit Fliegenmaske geliefert werden, die Donovan ja bereits besitzt, sind nun auch Anton und Cera in den Genuss von fliegenfreien Augen gekommen. Dango braucht das nicht, weil er um die Augen herum weniger von den Fliegen angegangen wird als Cera.

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Sieht Anton nicht lustig aus? Die Ohren der Maske sind länger als seine. So hängen die kleinen Zipfel immer ein wenig herunter.

Insgesamt waren die Pferde heute alle recht aggressiv. Sie haben sich angequiekt, sich gejagt, mit bösen Gesichtsausdrücken weggeschickt. Das war schon in den Boxen so, deshalb habe ich sie früher als sonst auf die Koppel zum Heu geschickt. Aber auch dort waren sie nicht gut aufeinander zu sprechen.

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Nur Asterix kümmerte das wenig. Immer ein wachsames Auge auf die anderen hat er wieder “seinen” Heuhaufen besetzt, um genüsslich zu schmausen. Er ist weder gelaufen, noch hat er sich um die anderen Pferde geschert…

Ich hoffe inständig, dass die Hitze bald weniger wird, und dass es endlich mal regnet!!! (Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde).