Äste, gerodete Bäume, ein Haufen Buschwerk und ein fröhlicher Bauer

Ich verlasse den Hof ja nur selten – es gibt hier immer so viel zu tun! – und wenn, dann nur zum Einkaufen. So wie heute: Da war ich mit Karin verabredet, um schon für den Flohmarkt einzukaufen. Das ist immer so viel, dass es viel leichter ist, die Lebensmittel zu zweit ein- und auszuladen. Vielen Dank für deinen Einsatz, Karin!

Schon vor Wochen habe ich "meinen" Bauern im Ort angeheuert, meine Knicks, den Wall und alle Bäume tüchtig zu beschneiden, oder teilweise sogar ganz zu entfernen. Sie sind in den letzten Jahren so unglaublich gewachsen, wuchern alles zu. Gern hätte ich ihn schon vor zwei Wochen gehabt. Meine Idee: Da hängt das Laub noch an den Ästen und wird gleich mit entsorgt. Die unglaublichen Laubberge, die jeden Herbst anfallen, werden ziemlich zum Problem, weil ich nicht weiß, wie ich sie zusammenkratzen soll und wohin entsorgen. Lasse ich das Laub liegen, zerfällt es und wird zu Humus – in meinem Fall zu Matsch. Bisher wartete ich vergebens. Der Bauer hatte keine Zeit – zu viele Arbeiten auf dem eigenen Hof!

Was soll ich sagen: Er kündigte sich ausgerechnet heute früh an, wo ich doch zum Einkaufen verabredet war! Deshalb konnte ich die ganze Aktion auch nicht anständig mit der Kamera dokumentieren! Weil es aber so viel Holzabfall gibt, den er Gott sei Dank auch gleich wegbringt, muss er morgen noch einmal wieder kommen. Und er hat auch nicht alle Bäume geschnitten.

Hier erst einmal nur ein erster Eindruck, wie licht nun alles wird:

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Die abgestorbene Trauerweide auf meinem Rasenstück ist weg. Hier zieht der Bauer mal flugs die massive Wurzel aus dem Boden. Ich hätte daran Stunden gebuddelt!

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Ein erster Blick auf den "abrasierten" Wall. Morgen gibt’s Fotos aus einer anderen Perspektive, die den "Kahlschlag" deutlicher zeigen.

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Einer von insgesamt fünf Hängern bisher! Die Aufnahmen entstanden am späten Nachmittag bei ungünstigem Gegenlicht. Morgen gibt es mehr!

Die Pferde hat der Holzschlag gefreut (glaube ich jedenfalls), denn sie durften den ganzen Tag auf den Weiden verbringen. Ich habe sie erst kurz vor fünf Uhr am Nachmittag wieder reingeholt. Nach einer guten Heumahlzeit standen sie alle wie tot in den Boxen und hielten ein Nickerchen.

Während der Bauer noch lautstark sägte, räumte Karin das Auto aus: Kaffeebecher, Servietten, Leuchtschilder, Berge von Grillwürsten, 25 kg Backkartoffeln und Quark – alles vom Großhandel, schon für den Flohmarkt. Gemeinsam haben wir auch schnell den Stall ausgemistet, damit die Hottis in einem sauberen Bett übernachten können.

Weil der Tag eh "angefressen" war, entschloss ich mich am Abend noch, Aldi einen Besuch abzustatten, um die Zutaten für die Waffeln einzukaufen:

200 Eier, 16 Pakete Mehl, 10 Pakete Zucker, 16 Schalen Margarine, 24 Liter Milch, Klopapier, Haushaltstücher und noch mehr Zutaten für den Quark für die Ofenkartoffeln am Flohmarkttag!

Die Waren passten beinahe nicht in den Einkaufswagen… – und liegen nun noch im Kofferraum. Ich war zu faul, sie im Dunkeln reinzubringen…