Auf die Weide, fertig, los!

Für heute hatte ich mich noch einmal mit Sara und Lena verabredet. Ich wollte die Pferde für ein paar Stunden mit Heu in den Paddock lassen und dann für 30 Minuten ins Gras. Es ist noch nicht meterhoch, aber genug gewachsen, dass man grasen kann.

Cera wusste genau, warum ich auf den Paddock kam und – anders als sonst – kein Halfter in der Hand hatte. Sie folgte mir gleich mit großen Augen zum Weidetor. Die anderen folgten und trabten zu den ersten Grashalmen, um sofort zu fressen.

Nur Dagobert und Haffi Asterix haben den großen Moment verpasst. Sie hatten in der Sonne gedöst und gar nicht so schnell begriffen… Im wilden Galopp kamen sie dazu.

Keines der Pferde hat getobt, alle waren mit Fressen beschäftigt!

Wie abgesprochen kamen Sara und Lena pünktlich. Gemeinsam sammelten wir alle wieder ein. Das war auch gut so. Denn alleine hätte ich sie gewiss nicht von der Weide gekriegt. Natürlich mussten wir für jedes Pferd einzeln gehen – nicht eins ist freiwillig in den Stall gefolgt… Na ja, ich kann es verstehen!

Nach einer kleinen Ruhepause ging es ab ins Gelände. Sara und Lena ritten zusammen, etwas später kam Birgit und sattelte Rasga, ich machte mit Dagobert meinen ersten Ausritt.

Ich hatte ja keine Ahnung, wie sich Dagobert im Gelände benehmen würde. Er war etwas ängstlich, ist aber brav überall vorbei gegangen – und legte einen gewaltigen Schritt im Gelände hin. Es wird schwer werden, einen Ausreitpartner zu finden. Selbst drei Motorradfahrer, die ihre Maschinen direkt hinter mir mit lautem Geheul anwarfen, brachten ihn nicht aus der Ruhe.

Zwischendurch hat er ein paar Mal gewiehert. Aber es kam keine Antwort. Ich glaube, er war ziemlich froh, wieder heimischen Stallboden zu betreten.