Der Hof Anfang Mai

Sonne satt und Temperaturen im zweistelligen Bereich: Wie haben wir das tolle Wetter Ende April/Anfang Mai genossen. Die Pferde warfen ihr Fell büschelweise ab – und sind immer noch nicht ganz damit durch. Nach dem Putzen waren wir nicht nur völlig eingestaubt, sondern auch noch voller Haare, die sich hartnäckig besonders in Fließjacken festkrallen. Für die Vierbeiner hat seit vier Tagen die Weidesaison begonnen – ziemlich spät im Jahr. Anfangs waren es nur 15 Minuten, inzwischen lasse ich sie gut eine Stunde auf der Dreieckswiese grasen. Das frische Grün lockt so sehr, dass sie kaum herumspringen und toben.

Das sonnige Frühlingswetter weckt auch Frühjahrsputz-Gefühle. Jedenfalls bei mir. Es gibt soooo viel im Innen- und Außenbereich aufzuräumen und sauberzumachen. Der Winter war doch ganz schön lang, wo vieles nicht möglich war.

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Einen Putzanfang machten Sabrina und Julia letztes Wochenende mit den Sattelschränken. Sie waren von außen ganz versparkt und von innen eingestaubt.

Immerhin von außen glänzen sie schon wieder. Ceras Schrank hatte auch schon seine Innenreinigung – und ist sauberer als meine Küchenschränke Smiley Dass ihr hier nur Julia seht, liegt daran, dass Sabrina filmte.

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20130427133413-(2) Sabrina “macht die Platte schön”. Miststapeln mit System – und mit warmen Füßen: Der Mist dampft, so heiß ist er. Frieren kann man dabei nicht.

Unten seht ihr Julia mit dem auf der Messe neu erworbenen Riesenbesen. Der schafft im Außenbereich ordentlich was weg, ist aber für die Stallgasse etwas unhandlich.

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Im Außenbereich hatte ich ja vor kurzem erst den langen Wall, der den Reitplatz einfriedet, begradigen lassen. Einen Tag nach der verregneten “Nordpferd”-Messe habe ich ihn mit 10 kg Phacelia-Saat eingesät. Leider war es in den zwei Wochen danach so unglaublich trocken und windig, dass wohl nicht so viel aufgehen wird.

Nun möchte ich noch den kurzen Wall im vorderen Bereich etwas “anhübschen”. Ein paar Wildblumen wären nett oder sonst irgendetwas, was hübsch blüht und nicht “wilder Beifuß”, Brennnessel, Klette oder Giersch heißt…

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Karin-Stein Oben: Hier seht ihr, was ich meine: Der Wall mit den gestutzten Haselnuss-Sträuchern sieht aus wie Kraut und Rüben. Abgestorbene Äste, Laub, Steine und jede Menge Unkraut. Hier steche ich gerade die Erde ab, um die umgefallenen Gehwegplatten rauszuziehen und wieder ordentlich aufzustellen.

Links: Unglaublich, was ich so alles aus der Erde ausbuddel: Ein Markierungsstein für eine Postleitung? Eine Grenzmarkierung? Es fehlt wohl ein Teil. Egal. Der Stein ist in jedem Fall alt, und ich werde ihn irgendwo verarbeiten.

Unten: Auch die kurze Seite des Walles will ich “entunkrauten”. Wäre doch gelacht, wenn da nicht Tomaten, Kürbisse und Erdbeeren wachsen könnten! Die habe ich nämlich gestern gekauft und gepflanzt. Morgen gibt es Fotos von der fertigen Ecke!

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Während ich am Wall herumzupfe und grabe, hat sich Sabrina unsere kleine Stallterrasse vorgenommen. Erst das Gras ausgezupft, dann Tische und Stühle gewaschen – und Blumenkübel bepflanzt: Erdbeeren, verschiedene Tomatensorten und ein paar Blumen. Ist sehr gemütlich geworden. Den Strandkorb haben wir gleich neben Rasgas Balkon gerückt. Darüber wird sich Evi freuen, die ja gerne die Abendsonne neben ihrem Pferd genießt. Und wir freuen uns schon alle auf unseren ersten Grillabend im Freien!

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Hier werden wir wohl bald die ersten Erdbeeren und Tomaten ernten!
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Die Erdbeerblüten wurden jedenfalls gleich von einer Hummel begeistert aufgesucht.

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An diesem Abend war der erste Weidegang. Wir freuen uns mit den Pferden. Apollo auch. Es macht sooo viel Spaß, die Pferde zu beobachten und zu bewachen!
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Man könnte meinen, ich züchte angriffslustige Kampfhunde! Unglaublich, wie sie im Spiel übereinander herfallen. Dabei liegen sie Minuten später zusammen mit den Katzen auf dem Sofa und lassen sich von Reitschülern durchkraulen…

In den letzten beiden Tagen kam der lang ersehnte Regen mit einem ordentlichen Gewitter Dienstag Nacht. Er war überfällig, weil Paddock und Reitplatz unglaublich staubten und das Gras nicht richtig wachsen wollte. Aber wie so oft, meint es Petrus mit Tangstedt immer besonders gut – jedenfalls wenn es um Wasser geht. Es hat hier sintflutartige Regenfälle gegeben. Immer nur wenige Minuten lang, aber so heftig, dass der Paddock wieder ein bisschen verschlammt ist. Der Reitplatz konnte das Wasser gut wegstecken, wir können ihn immer noch bereiten. Weil zwischendurch tüchtig die Sonne scheint, haben wir fast tropisches Klima – ideales Wachs-Wetter. Das Gras sprießt über Nacht – Brennnessel und alles andere Unkraut leider auch…

Die kurze Seite des Walles habe ich noch im Trockenen von seinem Wildwuchs befreit. Gestern war ich dann Pflanzen einkaufen: Tomaten, Hokaido-Kürbis, Erdbeeren. Dazu Schnittlauch, Zuckererbsen, Busch-Bohnen, Spitzkohl und viele Wildblumen als Saat. Dann noch zwei Margueriten-Sträucher und Steckzwiebel. Heute kam der Rest in die Erde. Ich habe ihnen gut zugeredet, ja ordentlich zu wachsen! Wenn alles gut gedeiht, werden wir einen Gemüsereichen und bunten Sommer erleben. Den bereits bearbeiteten Boden habe ich dann mit Rindenmulch abgedeckt. Sieht richtig gut aus. Ich werde in den nächsten Tagen Bilder nachliefern, wenn es etwas trockener ist.