Donovan, der Unberechenbare

Wie ich schon in meinem gestrigen Eintrag geschrieben habe, will ich heute die gleichen Übungen wiederholen. Donovan scheint sich zu freuen, mich zu sehen. Er lässt sich willig aufhalftern und in die Halle bringen. Dort habe ich schon vorher den Longiergurt platziert. Als ich mich wegdrehe, um die Gerte von der Bande zu nehmen, hat er Satteldecke und Longiergurt schon im Maul und in den Dreck geworfen.

Hmmm, ich sollte ihm beibringen, es sich auf den Rücken zu werfen. Das wäre doch mal eine Erleichterung. Ich beginne mit einfachen Führübungen: Gehen und Halten. Heute ist er bei der Sache. Dann rufe ich den Spanischen Schritt ab. Er hebt das Bein und streckt es weit nach vorne. Damit hat er sich sofort drei Leckerlis und ein intensives Streicheln und Loben verdient!

Ich wiederhole das Kommando mehrmals an der langen Seite. Er muss beim Beinheben stehenbleiben. Er versucht, weiterzugehen, aber dann fängt er an zu torkeln und beinahe umzukippen. Wow, was da noch an Gleichgewicht fehlt!

Ich drehe ihn um und mache die Übungen nun auch von rechts. Auch das klappt! Er hat begriffen, dass Anticken des Beines heißt: Heb es hoch. Ich bin schwer beeindruckt.

Dann kommt der schwierige Part: Gurten. Aber auch das ist heute gar kein Problem. Ich gurte erst seeeeeehr locker, gehe ein paar Meter und taste mich schließlich auf das gleiche Maß von gestern heran. Drei Loch sind auf beiden Seiten noch über.

Er geht sogar mit allem im Kreis, ohne Spirenzchen zu machen. So soll es sein!

Mit ganz viel Lob mit der Stimme und noch mehr Streicheleinheiten bringe ich ihn in den Stall zurück. Ich war heute nur 20 Minuten mit ihm in der Halle.