Ein arbeitsreicher Flohmarkt ist zu Ende – Teil 1

Einmal im Jahr steppt hier der Bär, und Hunderte von Besuchern überrollen meine Anlage: Ganz klar, das ist Flohmarkttag – wie immer am 1. Sonntag im November. Und dieses Mal ein ganz besonderer: der 20. Flohmarkt auf meiner Anlage.

Eigentlich beginnt der Flohmarkt ja schon am Vortag, denn da heißt es: Vorbereiten und Aufräumen!

Dieses Jahr war es noch leichter als die Jahre zuvor, denn ich hatte viele helfende Hände. Und es ist unglaublich, wie viel man schafft, wenn viele Leute mit anpacken!

Schon am Samstag Vormittag trafen sich meine Reitschüler Karin, Gisela, Gabi, Julia, Rita, meine Einsteller Anja und Lena und netterweise Wolfgang, um die Halle, den Grillplatz und den ganzen Vorplatz des Stalles auf Hochglanz zu polieren. Während Lena den Hallenboden harkte und anschließend die Bande abspritzte, trugen alle anderen die Hindernisse raus, fegten, wischten und dekorierten die Halle. Leider gibt es davon keine Fotos!

Es wurden Tische geschleppt und abgewaschen, Stühle bereit gestellt, der Grill hergerichtet. Gegen zwei Uhr war Mittagspause bei einem heißen Teller selbstgemachter Kartoffelsuppe.

02 Von links: Gisela, Karin, Gabi, ich, Rita, Wolfgang und Julia. Anja und Lena sind nicht mit auf dem Foto, weil sie zum Essen nach Hause gefahren sind.

Nach der Pause ging’s weiter. Es wurde schon ein bisschen duster draußen. Es blieb daher gar nicht mehr so viel Zeit, zumal schon gegen fünf Uhr die ersten Aussteller eintrudeln wollten, um ihre Stände aufzubauen.

07

Julia war besonders gründlich: Der Eingangsbereich zu Halle wurde von ihr sogar mit dem Handfeger bearbeitet!

03

04

06

Zwei Karins nicht im Fegefeuer, sondern im Fegefieber

008 
Die Gastbox in der Halle, für die Besucher hergerichtet, um beim Essen gemütlich zu sitzen.

009
"Unsere" Ecke: Waffelstand, Stalltisch und Ritas Infostand über das Landgestüt Redefin, für das sie ein bisschen die Werbetrommel rühren wollte. Denn das Gestüt feiert 2012 sein 200-jähriges Bestehen!

011

010

Während wir Frauen und Wolfgang räumten und putzten, sorgte mein Vater für die notwendige elektrische Versorgung. Das ist gar nicht so einfach, denn es sollten doch vier Waffeleisen gleichzeitig in Betrieb genommen werden – das hat uns in den vergangenen Jahren stets die Sicherung durchbrennen lassen. Dieses Jahr waren wir noch besser vorbereitet. Mein Vater zapfte unterschiedliche Stromquellen mit Starkstrom-Verlängerungskabeln an, so dass die Waffeleisen aus mehreren Steckdosen gespeist wurden. Der Testlauf aller Geräte gleichzeitig verlief reibungslos…

Der Nachmittag verging wie im Flug – und schon trudelten die ersten Aussteller ein. Ich hatte zuvor die Anmeldeliste ausgedruckt und für alle einen Infozettel vorbereitet. Wolfgang nahm die Aussteller entgegen, wies ihnen ihren Standplatz zu und trug sie in einen Hallenplan ein. Am frühen Abend löste ihn Sabrina ab. Die musste ja leider den ganzen Tag arbeiten und konnte erst abends dazu kommen.

Den Abend ließ ich bei einem gemütlichen Tee und einem Schwätzchen mit Sabrina ausklingen. Während ich mich dann um weitere Aussteller kümmerte – inzwischen war es schon 20.30 – räumte Sabrina meine Küche auf und bereitete sie auf meinen Großkampf mit dem Waffelteig vor.

200 Eier, 16 Kilo Mehl, 16 Pfund Margarine, 20 Liter Milch, 8 Kilo Zucker wollten zu einem Teig verarbeitet werden. Die Menge ergibt rund 80 Liter Waffelbrei…

Es hat wie immer bis in die frühen Morgenstunden gedauert. Zu gern hätte ich den Teig schon einen Tag zuvor angerührt. Traute mich aber nicht, weil er so viele Eier enthält. Sollte ja nichts schief gehen!

Dann habe ich noch die Riesen Backkartoffeln geputzt, geölt und für den Ofen vorbereitet. So bin ich doch erst nach fünf Uhr morgens ins Bett gefallen.