Ein paar Tage war die Karin krank – jetzt lacht sie wieder, Gott sei Dank!

Vorab mal ein ganz dickes Dankeschön an alle Reitschüler,
die mir ihre Hilfe anboten und mir gute Besserung gewünscht haben.

Als der liebe Gott an die Menschen die Zähne verteilte, muss ich mich gerade gebückt haben um meine Schuhe zuzubinden. Als ich wieder aufsah, waren die besten Gebisse schon vergeben, und ich musste nehmen, was übrig blieb. Nur so lassen sich meine maroden Zähne erklären.

Das fing schon in der Grundschule an: Ich musste immer zittern, wenn der Schulzahnarzt kam (gibt es so etwas eigentlich heute noch???). Denn der gab mir IMMER einen roten Zettel mit nach Hause, der mich zum Zahnarzt schickte. Natürlich musste ich dort von meinen Eltern aus auch immer hin – trotzdem war ich im Folgejahr wieder auf der Liste des Schulzahnarztes…

Über 50 Jahre sind seitdem vergangen, aber viel besser geworden ist es mit meinen Zähnen bis heute nicht. Am vergangenen Wochenende plagten mich übelste Zahnschmerzen. O.K., der von Donovan abgeschlagene Zahn, bzw. das was von ihm übrig ist, will wohl doch nicht bleiben und muss gezogen werden. Vermutlich ist er entzündet und hat die ganze linke Gesichtshälfte angesteckt. Oder es gibt noch Probleme mit meinem zerschlagenen Jochbein. Vielleicht ist das ja nicht so super gut verheilt?

Keine Frage, ich muss zum Arzt. Montag früh rief ich bei meiner Zahnärztin an, vereinbarte für Dienstag einen Termin. Ich war noch vom Wochenende ganz geschlaucht, und mein Zustand verschlimmerte sich am Nachmittag zunehmend. Nun hatte ich keine Zahnschmerzen mehr, dafür eine satte Migräne, die immer schlimmer wurde und mich ins Bett zwang.

Ich habe fast drei Tage ununterbrochen geschlafen. Weil mir so schlecht war, konnte ich auch nichts rechtes essen. Der Besuch beim Zahnarzt (ich weiß gar nicht mehr, wie da hin und wieder zurückgekommen bin!) endete auch ergebnislos: Der abgebrochene Zahn muss raus. Der ist wahrscheinlich entzündet. Dummerweise war das Röntgengerät kaputt… Na ja, und mit der Migräne und auf nüchternen Magen nachmittags um drei wollte ich mir keinen Zahn ziehen lassen. Er tat ja im Moment eh nicht weh…

Mein Unterricht konnte natürlich auch nicht statt finden. Aber wie gut, dass sowohl Sabrina als auch Gabi schon den ganzen "Stalltag" bei mir absolviert hatten. So haben sie am Dienstag den Stall ganz alleine geschmissen: Alle Boxen sauber gemacht, Heu verteilt, gefegt, die Pferde rein geholt und sich mit allen dreien am Boden beschäftigt. So brauchte ich mich am Dienstag gar nicht um den Stall kümmern.

Und heute, am Mittwoch, kam Sabrina noch einmal – diesmal zusammen mit Lena – und wieder haben sie alles sauber gemacht.

Ich war unterdessen bei meinem Hausarzt. Der meinte aber nur, dass das Wetter recht übel sei und er in den letzten Tagen viele Patienten mit ähnlichen Beschwerden gehabt hätte. Und dann hat er wieder einen Halswirbel eingerenkt. Das macht er immer, wenn man über Kopfschmerzen klagt. Ich hatte es nur vergessen. Geholfen hat es übrigens nicht! Und dann musste ich noch einen halben Liter Blut da lassen. Ich hoffe ja, dass bei den Blutuntersuchungen noch etwas raus kommt, was leicht zu behandeln ist und mich sofort wieder ein bisschen aufmöbelt!!! Die Zähne tun übrigens heute auch nicht weh…