Herden-Zusammenführung

Vor über acht Wochen stehen Manuels Pferde nun schon bei mir auf dem Hof. Die ganzen Wochen waren die Neuen dazu “verdammt” im Roundpen zu stehen – meine Pferde drum herum. Jetzt endlich haben wir es geschafft, beide Herden zusammen zu lassen.

Ich habe diesen Tag ein wenig gefürchtet, denn meine letzte Zusammenführung war vor vier Jahren, als Dango neu eingezogen war. Auch er verbrachte die ersten Tage zum Kennenlernen im Roundpen –und verletzte sich dann mit der ganzen Gruppe so sehr, dass er fast drei Monate stehen musste.

Dieses Mal verlief alles ganz anders. Erst haben wir die drei Neuen auf den Paddock gelassen, dann unsere Stall-Truppe. Ich dachte ja, jetzt würde “die wilde Luzie” abgehen – aber nein. Sie haben alle mächtig um sich gegiftet, die Ohren angelegt und grimmig geguckt. Der eine oder andere hat auch Mal tüchtig in die Luft gekickt – das war es dann auch.

Beide Gruppen blieben zusammen und auf Abstand. Jede Gruppe fraß das Heu auf ihrer Seite. Schon in den Wochen zuvor habe ich klare Vorlieben entdeckt: Donovan fühlt sich zu Thirilou hingezogen. Er ist geradezu vernarrt in sie – was Rasga ganz schön eifersüchtig werden lässt. Und Dango liebt Cornette. Madrigal widerum findet glaube ich Cera ganz attraktiv…

Am ersten Tag haben sie sich noch nicht so recht getraut, mehr Bekanntschaft zu schließen, aber das wird in den nächsten Tagen bestimmt noch kommen.

Der einzige, der sich aus allem völlig rausgehalten hat, war Haflinger Asterix. Er hat am Roundpen einen Heuhaufen besetzt und genüsslich gefressen. Sollten doch die anderen das anstrengende Herumrennen leisten!

Alle Pferde waren hoch aufmerksam. Madrigal hat sich alle Mühe gegeben, seine beiden Stuten bei sich zu behalten.

Nach zwei Stunden haben wir alle Pferde wieder eingesammelt, und beide Gruppen haben dann erst einmal ein ausgiebiges Nickerchen gemacht…

Heute war nun der zweite gemeinsame Tag, und ich war alleine, alle Pferde rauszulassen. Heute gab es noch weniger Aufregung als gestern. Ich habe nicht einmal ein Pferd quieken gehört, und viel herumgetobt sind sie auch nicht.

Das Reinholen war etwas komplizierter, denn nun war ich ja alleine, konnte nicht aufpassen, dass die Außenbox-Pferde so lange im Paddock warten, bis die Stallpferde zu Hause sind. Ich hatte gehofft, sie würden nicht von selbst mitkommen – aber weit gefehlt.

Cornette, war die erste, die schnurstracks durch die Stallgasse kam, nach einer kurzen Weile auch die anderen beiden. Sie wissen inzwischen, wo sie zu Hause sind, und waren flugs in ihren Außenboxen verschwunden, wo schon eine Handvoll Hafer auf sie wartete.

Nur Thirilou musste etwas umherwandern und erst einmal die Mistplatte gründlich in Augenschein nehmen…

Die musste ich einfangen und zu ihrer Box geleiten. Aber alles in allem lief alles ganz gesittet ab.

Damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, gibt es wieder ein Video! Klick