Mein Hoffest – 25 Jahre Stall Schöpke – Teil 3 von 4

Natürlich gab es nicht nur Rätselfragen und die Aufgabe, das nächste Versteck zu finden. Es mussten auch ein paar praktische Übungen gelöst werden.

Eine davon lautete: Schreibt bis zum Ende eine “Tiny Tale”. Für die, die es nicht wissen: Tiny Tales sind kleine Geschichten, die nicht länger als 140 Satzzeichen sein dürfen. Sie sind auf Twitter entstanden, weil das Eingabefeld dort nicht mehr Anschläge zulässt. Der Reiz der Tiny Tales besteht darin, dass der Leser die Geschichte weiterspinnt. Ich gebe euch mal ein paar Beispiele:

Er grinste verlegen: „Sorry, Leute. Ich wusste nicht, dass hier jemand wohnt.“ Columbus drehte sich um: „Segel setzen. Wir fahren wieder!“

Stolz schritt die alte Putzfrau durch den Turiner Dom. Der Bischof würde sie lieben. Endlich hatte sie dieses fleckige Grabtuch gewaschen.

„Lebenslänglich!“ echote die Stimme des Richters. Ryan keuchte. Er blickte neben sich. Sein siamesischer Zwilling starrte ins Leere.

Die sind doch cool – oder?

So eine kleine Geschichte wollte ich auch haben. Allerdings nicht auf 140 Zeichen begrenzt, sondern auf 25 Wörter. Es sollte ja nicht so viel Zeit fürs Zeichenzählen draufgehen. Natürlich gab es dafür eine andere Gemeinheit: Aus 7 von mir vorgegebenen Wörtern mussten drei benutzt werden, und die Geschichte musste mit dem Stall zu tun haben. Ich war über eure Kreativität wahrlich überrascht. Die vorgegebenen Wörter waren: Eiszapfen, Bügeleisen, Dudelsack, Pinzette, Blutprobe, Wärmflasche und Schnürsenkel.

Daraus entstand:

“Donovan hatte den Schnürsenkel im Maul, da plärrte ein Dudelsack, und Karin saß mit der Pinzette auf dem Sofa und entfernte die Brombeer-Dornen.”

“Schnürsenkel noch zu”, ruft Karin in die Halle und greift zum Dudelsack. – Das Kommando für Dango, über die Wärmflasche zu springen.

“Dango tänzelt nervös, als die Reiterin ihre Schnürsenkel bindet. Hatte sie das Bügeleisen ausgeschaltet? Ohrenbetäubend beginnt in der Nachbarschaft ein Dudelsack zu spielen…”

Dann mussten alle Teilnehmer eine Parelli-Übung vorführen. Das sind die Ergebnisse:

 

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Wir sollen eine Parelli-Übung machen!
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Ganz klar: Das Stachelschweinspiel!
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Parelli-Übung??? Na gut, ich bin Pferd, sagt Kerstin
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Ein ziemlich rasantes Zirkelspiel!
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Das “Driving-Game”: Karin schickt Paulines Hintern rum.

Leider habe ich nicht von allen Teilnehmern Fotos dieser Übung!

Die letzte praktische Übung war schließlich klassisches Hufeisenwerfen. Eine Übung, die ganz schön schwer und kaum zu schaffen war. Alle hatten dabei so ihre eigene Wurftechnik. Jeder hatte drei Versuche:

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Sabrina und Carola
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Kerstin
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Wolfgang freut sich: Er hat getroffen!
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Gabi
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Annette
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Pauline liest vor: Ihr steht hinter der Stange und versucht, das Hufeisen in den Eimer zu werfen. Der Eimer darf nicht umfallen. Jeder Teilnehmer hat drei Würfe…
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Und das ist Meisterwerferin Karin. Sie hat doch glatt zwei Mal getroffen!

Und so neigte sich die Rallye allmählich ihrem Ende zu. Alle sortierten noch einmal alle Fragen, rätselten noch an dem Lösungssatz und bastelten ihre “Tiny Tales”:

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Annette und Gabi zogen sich ins Wohnzimmer zurück
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Karin und Pauline saßen auf der Bank,
die anderen verteilten sich irgendwo in der Sonne auf dem Grundstück.

Dann versammelten wir uns alle im Wohnzimmer zur Auswertung. Wir gingen noch einmal alle Fragen durch, es wurden die Kurzgeschichtchen vorgelesen und die Punkte vergeben. Klares Siegerteam waren Sabrina und Carola (die übrigens auch schon im letzten Jahr als Team ausgelost waren…), mit nur fünf Punkten Unterschied zu den zweiten Annette und Gabi.