Natürlich darf auch ein Video nicht fehlen. Es wird nur die Kenner meines Stalls interessieren, denn da gibt’s kaum Action!

Morgens – hatte ich ja schon geschrieben – war das Wetter obergrausig. Als es mittags dann aufklarte und die Sonne rauskam, habe ich den Schnee geprüft: Er war sehr pappig und nass, aber tief genug, dass alle “Schlaglöcher”, die die Pferde zwei Tage zuvor auf der Weide getreten hatten, abgedeckt waren.

Also, nix wie raus mit den Jungs und Mädels zum Spielen!

pferde-auf-weide

Klick auf das Bild bringt euch zum Video! Es beginnt mit ein paar Sekunden Weidegang vor zwei Tagen – nur damit ihr mal den Unterschied seht… Laufen wollten die Pferde fürs Video nicht, sie sind nur damit beschäftigt, Gras frei zu kratzen. Und das tun sie mit großer Inbrunst.

Ich habe die Hottis bis 16.00 Uhr draußen gelassen. Dann wollte ich sie reinholen. Betonung auf “wollte”. Ich habe gerufen, wie immer. Nicht einer hat seinen Kopf gehoben, um mir zuzuhören. Ich musste durch den tiefen Schnee zur Weide stapfen. Den ersten – und einzigen – den ich greifen konnte, war Dagobert. O.k., Halfter drauf und ab nach Hause. Die anderen werden schon folgen.

Aber auch nur vielleicht. Dagobert war unglaublich entrüstet, dass er als einziger in den Stall sollte und wollte sich doch tatsächlich losreißen. Der Schlingel! Aber ein etwas schärferer Ton bringt ihn ja immer wieder sofort zur Räson. In seiner Box hat er dann aber doch lauthals protestiert. Die Bande draußen hat das nicht gestört…

Ich also wieder raus, gerufen, zur Weide marschiert. Dann endlich: Cera kommt und galoppiert auf mich zu. Die Brave! Hmm, als sie in meiner Nähe ist, ich sie eigentlich schon anfassen kann, galoppiert sie zügig an mir vorbei zum Tor. Das ist zu. Ich will ja nicht, dass alle wie eine wilde Horde in den Stall rennen…

Cera überblickt die Situation sofort, macht einen großen Bogen und kommt im Galopp zurück. Kein Problem, ich stehe ja am Weideübergang, kann sie stoppen. Nein, kann ich nicht! Sie denkt gar nicht daran, anzuhalten. Sie stürmt an mir vorbei auf die anderen zu, die nun wie die wilden Affen in den hintersten Zipfel der Weide galoppieren. Wild bockend!

Also muss ich meine Beine in die Hand nehmen und laufen. Gott sei Dank erbarmt sich Haflinger Asti. Als ich mit ihm zum Stall gestapft bin, fährt gerade Sara auf den Hof. Das kommt mir ja sehr gelegen. Zu zweit schaffen wir die Rasselbande dann ohne Probleme nach Hause. Inzwischen ist es schon halb fünf. Es gibt Kraftfutter, und wenige Minuten später stehen die Hottis alle ziemlich abgekämpft in der Box und träumen – vom Frühling?

Anton-zunge

Das hält jedenfalls Anton vom Schnee!