Von der Weide holen – eine Herausforderung!

Für heute hatten die Wetterfrösche ab mittags wieder  heftigen Regen angekündigt. Also habe ich mein Konzept umgestellt: Erst gab es Heu zum Frühstück, dann habe ich die Vierbeiner gleich auf die Weide gelassen. Sie sollten heute etwas über eine Stunde draußen bleiben dürfen und vor dem Regen wieder vom Gras runter sein.

Eigentlich wollte ich sie dann noch auf dem Paddock lassen. Ist ja nicht so kalt. Eigentlich! Ich muss nicht sagen, dass es bis jetzt (17.00 Uhr) noch NICHT geregnet hat. Dafür bläst uns ein kräftiger Wind um die Ohren, der auch Stroh und Heu von Schubkarren runterweht. Ich habe mich mit dem Stall beeilt. Dann auf zur Weide, Rasga einsammeln. Wider Erwarten läuft sie nicht weg. Gestern auch schon nicht.

Aber: Sieben grashungrige Pferde, zwei Weidetore und nur ein Zweibeiner – nämlich ich – das ist ein ziemliches Ungleichgewicht zu meinen Ungunsten!

Schon während ich Rasga wegführte, gerieten die anderen in Aufregung. Es war der Sturm. Es wäre mir so gar nicht möglich gewesen, die Hottis zum Paddock zu bringen. Also habe ich Rasga in den Stall geführt. Als nächstes kriegte ich Kimberley zu fassen. Kaum war sie von der Weide runter, fetzten alle wie wild hinterher. Alle! So habe ich auch Kimberley wieder frei gelassen und erst mal das Weidetor geschlossen.

Eine gute Idee, denn die Bande war Richtung Stall gelaufen, um dann auf dem Weg zu grasen und als sie mich sahen, wieder zurück zu rennen. Tja, Pech gehabt! Die Weide war zu! Nur Dagobert stand schon brav in seiner Box. Fast. Er war nur um eine Box zu weit gelaufen. Es lag sicher an seinem Tempo, dass er die Kurve nicht so schnell gekriegt hat.

Nach ein paar Galoppeskapaden auf dem Paddock kamen die anderen dann doch zu mir gestiefelt. Donovan zuerst, dann die anderen einer nach dem anderen.

Ich kann nur sagen: Das Reinholen trainiert ganz ordentlich. Ich lege dabei ein paar Kilometer zurück. Sehe ich bei diesen Worten vielleicht ein Grinsen auf Ceras Gesicht? Sie bemüht sich jedenfalls krampfhaft, stets die letzte zu sein und lässt mich auch gern eine Runde extra für sie drehen.

Der Sturm hat heute Abend noch zugenommen, und es ist ziemlich kalt geworden. Deshalb tragen Donovan und Anton jetzt wieder ihre Regendecken. Es soll ja nun über Nacht tüchtig schütten. Und wenn es dann auch noch so weht, frieren die Puschelchen…